Aktuelles

22.01.2018

Status Quo der digitalen Transformation in Banken

Studienergebnisse zu Perspektiven der digitalen Transformation für die Bank der Zukunft

Am 26. September 2017 fand die BANKEN DIGITAL Konferenz am Executive Campus der Universität St. Gallen statt. Die Konferenz war das Ergebnis der ersten Phase der Forschungs- und Dialogplattform BANKEN DIGITAL (www.bankendigital.de) der Hochschule Reutlingen in Zusammenarbeit mit der Universität St. Gallen und über 40 Vertretern von Banken aus Deutschland, der Schweiz und Österreich. Die Konferenz ist bei dem hochkarätigem Publikum hervorragend angekommen, da die Panels einen Einblick in den Stand der Forschung und der Praxis geben.

Im Anschluss an die Erfolgreiche Konferenz wird die BANKEN DIGITAL Plattform mit weiteren Forschungsprojekten und Veranstaltungen fortgesetzt. Über kommende Konferenzen und Informationen zur weiteren Forschung können Sie sich unter BANKEN DIGITAL (Link: www.bankendigital.de/#anmeldung ) informieren und sich zu unserem Newsletter anmelden.

Im Zuge der Konferenz wurden die Studienergebnisse zu „BANKEN DIGITAL – Perspektiven für die digitale Transformation für die Bank der Zukunft“ detailliert präsentiert. Im Folgenden präsentieren wir eine Auswahl an Ergebnissen.

Status Quo der Digitalisierung in Banken

Im Detail umspannt der Begriff der digitalen Transformation eine Vielzahl von Facetten. Unter den befragten Banken steht insbesondere die Modernisierung der digitalen Kundenschnittstelle und die Automatisierung interner Prozesse im Vordergrund. Viele der befragten Banken geben an, dass sie ihre Bemühungen in den letzten Jahren deutlich ausgebaut haben. Im Durchschnitt befassen sich die Studienteilnehmer seit 4,5 Jahren mit der digitalen Transformation.

Es herrscht jedoch Einigkeit darüber, dass digitale Initiativen schleunigst umgesetzt werden müssen. Immer häufiger befindet sich das Thema Digitalisierung als Top-Priorität auf der Agenda der Banken. Dabei reiche es nicht, diese Initiativen mit hoher Wichtigkeit  anzusetzen. Vielmehr müsse auch die Bereitschaft bestehen, konkrete Vorhaben mit den notwendigen finanziellen Mitteln auszustatten.

In Summe bezeichnen sich 15 der befragten Banken als sehr bzw. fortgeschritten digital und konnten das anhand bisheriger Erfolge belegen. Auf der anderen Seite räumen ebenfalls 15 Banken ein, wenig oder nur mittelmäßig Digital zu sein. So erfordere die Digitalisierung strategische Neuausrichtungen und einen kulturellen Wandel, was die schnelle Implementierung von Lösungen ausbremse.

Wirkung der Digitalisierung und digitale Innovationen

Die meisten befragten Banken bestätigen, dass Digitalisierungsinitiativen häufig eine große Innenwirkung zeigen. Die Reorganisation von Kernprozessen ist bei 21 der 33 befragten Banken am stärksten betroffen, wobei insbesondere die Optimierung und Automatisierung von wiederkehrenden Prozessen als Erfolg gewertet wird.

Bei der Durchführung von Digitalisierungsinitiativen lässt sich häufig eine unternehmensweite Integration feststellen. Außerdem gaben 19 Interviewpartner an, dass die Digitalisierung bei Ihnen im mittleren bis sehr großen Ausmaß zu einer Veränderung der Arbeitsteilung und der Zusammenarbeit führe. Dies werde insbesondere durch die Einführung von Kollaborationsplattformen ermöglicht, welche bspw. interne Chatfunktionen zur Steigerung der Effizienz bieten. Uneinig sind sich die Banken in der Wirkung der Digitalen Transformation auf ihr Geschäftsmodell. Während 17 von 33 Banken eine mittlere bis sehr große Wirkung sehen, geben 8 Executives an, keine oder lediglich eine geringe Wirkung auf ihr Geschäftsmodell zu beobachten.

Fast alle genannten Beispiele zu digitalen Innovationen stellen Services dar, welche den Kunden bei der Abwicklung seiner Bankengeschäfte unterstützen. Mit Abstand am häufigsten genannt wurden hierbei Modernisierungsprojekte im Bereich des Frontends, bspw. zur Optimierung des E-Bankings auf dem Desktop oder auf mobilen Geräten. Darüber hinaus beschäftigen sich viele Banken mit der digitalen Kontoeröffnung mittels Videoidentifikation. Nicht nur dem Kunden werde hierbei die Kontoeröffnung erleichtert – auch die Bank kann unnötige Medienbrüche im Backoffice vermeiden.

Für die kommende Forschung scheint es von Bedeutung, wie in Zukunft die Kommunikation mit dem Kunden aussieht. Der Einsatz von Video Kommunikation und Beratung, Robo Advice und Social Media stellen dabei wesentliche Faktoren dar. In der internen Sicht erlangen Plattform Banking, Smart Data und Open API’s eine verstärkte Bedeutung für weitere Forschungsinitiativen.

Infografik

In der folgenden Infografik werden die Ergebnisse nochmals grafisch dargestellt => Siehe Galerie